Am 11.01.2020 besuchten wir die St. Jakobshalle in Basel / CH. Unser Ziel war das CSI Basel, ein hoch dotiertes Springturnier. Eigentlich so gar nicht unsere Richtung im Pferdesport. Doch es schadet ja nichts auch mal was anderes zu sehen. Meistens lernt man dann wieder das zu schätzen, was man hat.

Wir bekamen einige tolle Ritte zu sehen und ein paar Reiter und Reiterinnen zeigten sehr schöne Harmonie zwischen sich und ihren Pferden. Leider waren auch hier die Mehrzahl der Springreiter - egal ob Amateure oder Profis - sehr grobmotorisch am Werk. Auch so manche Rodeo-Einlage wurde von viel zu eng gehaltenen Springpferden gezeigt. Wir entdeckten nicht ein einziges gelöstes und entspanntes Pferd, welches sich souverän im Parcours präsentierte. Da frage ich mich immer wieder, warum Springreiten so prestigeträchtig ist und Westernreiten nicht.
Das Umfeld außerhalb des Springparcours war edel. An Ständen wurden hochwertige Sachen wie Bekleidung und Equipment angeboten, aber auch ein oder zwei Pferdefutterstände waren da. Nichts für uns; zum einen war nichts für uns Westernreiter da, zum anderen waren die Preise - typisch Schweiz - astronomisch. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, sowohl durch ein paar Bratwurststände, wie auch durch edle Restaurants mit Tribünenplätzen und weiß gedeckten Tischen. Auch wir hatten VIP Karten und durften uns auf ein Vier-Gänge-Menü freuen. Allerdings hatten wir nach ein paar Stunden Springturnier und "English-Feeling" genug und verzichteten auf das Menü. Dafür trafen wir uns schließlich in gemütlicher Runde mit befreundeten Westernreitern in einer kleinen Dorfkneipe im Kleinen Wiesental / Schwarzwald und hatten einen mega schönen Abend mit gutem Essen, viel Spaß, Gelächter und Fachsimpeln ... natürlich zum Thema Westernreiten.